Das Birstal erhält bereits ab Ende 2028 einen ganztägigen Viertelstundentakt zwischen Basel und Aesch. Die beiden Basel, der Kanton Solothurn und die SBB haben im Juni eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Das Birstal profitiert damit früher als geplant von temporär mehr Zügen zwischen Basel und Aesch. Zuvor war eine Einführung nach 2035 geplant.
Für den ganztägigen Viertelstundentakt Basel–Aesch ist die Inbetriebnahme des Wendegleises Aesch per Dezember 2028 eine zwingende Voraussetzung. Das Wendegleis ermöglicht, dass zusätzliche Züge wenden können, ohne andere Züge zu blockieren. Teil des Projekts ist zudem eine Optimierung der Signalanlage zwischen Aesch und Münchenstein, eine sogenannte «Zugfolgezeitverkürzung». Sie erlaubt, dass sich die Züge dort in kürzeren Abständen folgen können und ermöglicht so einen stabileren und pünktlicheren Takt.
Das Wendegleis Aesch ist in der Projektierung weit fortgeschritten und befindet sich aktuell im Plangenehmigungsverfahren. Die Kostenprognose beläuft sich auf 13 Millionen Franken (Stand Projektdossier für Bewilligungsverfahren). Der Baustart ist für Anfang 2028 vorgesehen. Die termingerechte Umsetzung hängt jedoch auch von externen Faktoren ab. Dazu zählen Einsprachen und Beschwerden, die verfügbaren Mittel im Bahninfrastrukturfonds des Bundes und die Entscheide von Bund und Politik zur Vorlage Verkehr ‘45.
Der ganztägige Viertelstundentakt Basel–Aesch ist nach heutigem Stand befristet und kann voraussichtlich nur bis zum Baustart des Bahnausbauprojekts Basel SBB West verkehren (siehe
Die Kantone bestellen zusammen mit dem Bund das Angebot für den Regionalverkehr. Die SBB betreibt das Angebot. Mit der gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigen die Kantone und die SBB ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit, um die regionale Mobilität nachhaltig zu verbessern. Die vorzeitige Einführung des temporären Viertelstundentakts Basel–Aesch ist ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Verkehr in der Region noch attraktiver zu gestalten. Sie ist darum insbesondere ein Anliegen des Vereins Birsstadt. Zu diesem haben sich 2018 zehn Gemeinden aus der Region zusammengeschlossen, um gemeinsame Interessen zu vertreten und umzusetzen.




