Die Zahl mag Pendler:innen überraschen, doch über 70 Prozent der Plätze sind über den Tag verteilt gesehen frei. Anders formuliert: Es gibt also durchschnittlich fast drei freie Plätze pro Viererabteil. Zwar ist Auslastung der Züge ist in den letzten Jahren gestiegen, von 2000 bis 2025 um rund 5,5 Prozent. Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Sitzplatzbelegung nur leicht erhöht; sie lag 2025 bei knapp 28 Prozent. Das hat damit zu tun, dass seit der Jahrtausendwende die durchschnittliche Anzahl Züge pro Strecke und Tag um fast zwei Drittel zugenommen hat.
Warum haben also viele Pendler:innen trotzdem das Gefühl, oft stehen zu müssen? Weil sich der grosse Teil der täglichen Nachfrage in der Tat auf die wenigen Stunden der Hauptverkehrszeit konzentriert:
- am Morgen auf dem Weg in die grossen Zentren
- am Abend in Gegenrichtung
Die ungleiche Verteilung zeigt diese Animation eindrücklich:


